11. September – Impuls von Weihbischof Ansgar am 11.09.2019


Heute ist es 18 Jahre her, dass Terroristen
vier Flugzeuge in den USA entführten und in das World Trade Center steuerten. Fast 3000 Menschen starben damals. Und als Reaktion darauf begannen die USA den
Krieg in Afghanistan gegen die Taliban. Viele fühlten sich in der Ansicht bestärkt,
dass die Zukunft von einem Kampf der Kulturen bestimmt sei und dass sich diese Auseinandersetzung
zwischen Moslems und Christen bis in unsere Wohnviertel und in unsere Schulen auswirkte. “Die Kirche stellt sich denjenigen entgegen,
die einen Kampf der Kulturen wollen”, sagte neulich der Präsident des Päpstlichen Rates
für den interreligiösen Dialog, der gerade neu ernannte Kardinal Miguel Ayuso. Gebet, Dialog, Respekt und Solidarität seien die einzigen Waffen gegen Terrorismus, Fundamentalismus und jede Form von Krieg und Gewalt. Davon spricht auch ein Dokument, das Papst
Franziskus und der Großimam von Al-Azhar am 4. Februar in
Abu Dhabi gemeinsam veröffentlichten. Darin verpflichten sich beide zur Förderung
der Brüderlichkeit, des Zusammenlebens und des Friedens
zwischen Muslims und Christen. Es gibt keine Alternative, sagte damals der
Papst. Entweder wir bauen die Zukunft gemeinsam oder
es gibt keine Zukunft. Wir müssen uns dafür einsetzen der
Menschheitsfamilie zu helfen, ihre Vision der Versöhnung und der
Hoffnung zu leben. Ein gutes Beispiel dafür gibt die Gemeinschaft
der Brüder in Taizé. Ende August fand da ein Freundschaftstreffen
statt für junge Muslime und junge Christen. Da wurde miteinander überlegt, was es schon
an Freundschaften und Beziehungen gibt und wie man sich gegenseitig
unterstützen kann. Dass das Zusammenleben von
verschiedenen Religionen, Muslims und Christen, durch immer mehr
Respekt geprägt ist, dass es sogar Freundschaften untereinander geben
kann, darum bete ich gerade heute, am 11. September, im Nachtgebet auf DOMRADIO.DE. Dein Weihbischof Ansgar

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